
Bei allem Verständnis für Ihre Argumente, glauben wir, dass man bei der jetzigen Regelung bleiben sollte.
Die Quecksilbermengen in den Lampen so gering sind, dass sie normalerweise nicht zu Vergiftungen führen können. Auf jeden Fall führt ein Ersatz der alten Glühbirnen, die hauptsächlich Wärme produzieren, durch effiziente Leuchtmittel zu gewaltigen Energieeinsparungen.
Der Beschluss zum Glühbirnenverbot folgt einem Vorhaben, das bereits auf einem Gipfeltreffen in Brüssel im Jahr 2007 von allen Mitgliedsstaaten gemeinsam ins Auge gefasst wurde. Als Teil der engagierten Bemühungen aller Mitgliedsländer wird der Verkauf und die Produktion von nicht-energieeffizienten herkömmlichen Glühlampen in einem Stufenplan in der gesamten EU abgebaut. Europaweites Ziel ist natürlich, die Klimaschutzziele zu erreichen und dazu gehört auch effizientes Stromsparen.
Im Verhältnis zum Verbrauch werden nur etwa fünf Prozent der Energie in Licht umgewandelt - der Rest verpufft als Wärme. Energiesparlampen verbrauchen bis zu 80% weniger Energie und leisten damit einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz. Die 1880 patentierte Glühlampe gilt inzwischen als ineffizienter Stromfresser und ist keinesfalls eine Antwort auf die Zukunft.
Auch dürfte das Ende der Glühbirne ein wirtschaftlicher Anreiz sein für mehr Innovationen auf dem Gebiet weiterer und noch besserer Alternativen in der Leuchttechnik, wie zum Beispiel auch für Lichterzeugung mittels Leuchtdioden (LEDs). Denn richtig ist, dass die derzeitigen Energiesparlampen eine funktionierende Entsorgung brauchen, die wir in Österreich bereits jetzt gewährleisten können. Energiesparlampen haben im Hausmüll nichts zu suchen, sie müssen zurückgegeben werden.
In der Energiepolitik gibt es keine Einzellösungen, sondern wir müssen alle bestehenden Möglichkeiten ausnützen, an allen Rädern drehen. Es gilt die EU-Ziele 20-20-20 (Treibhausgasemissionen um 20% reduzieren, Gesamtanteil an erneuerbaren Energien in der EU auf 20% steigern und die Energieeffizienz um 20% erhöhen) bis 2020 mit Leben zu erfüllen. Um die Energieeffizienz bis 2020 um 20 Prozent zu steigern, ist europaweit ein Bündel von Maßnahmen notwendig. Wir dürfen hier nicht zögern und zaudern oder gar zurückgehen, sondern wir müssen gemeinsam engagiert in die Zukunft schauen und ökologisch handeln, um die gesteckten Ziele zu erreichen. Folgende Grundregel bleibt dabei unbestritten: Die nicht-verbrauchte Kilowattstunde ist die effizienteste Kilowattstunde.